
Nachdem das erste
Assassin's Creed trotz der kaum übersehbaren Macken einschlug wie die sprichwörtliche Bombe, war eigentlich absehbar, dass man alles daran setzen wird, die Marke zu einem globalen Phänomen auszuweiten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt auf der Hand: Eine Multiplattform-Strategie musste her, um die Serie möglichst vielen Kunden zugänglich zu machen. Mit
Assassin's Creed 2: Discovery nimmt in diesen Tagen ein Spin-Off Kurs auf den iTunes Store, das sich spielerisch wie handlungstechnisch am gleichnamigen Nintendo DS-Ableger orientiert.

In
Assassin's Creed 2: Discovery für das iPhone beziehungsweise den iPod Touch verschlägt es den Spieler in das Spanien des 15. Jahrhunderts, um dort gefangen gehaltene Assassinen aus den Fängen der Inquisition zu befreien. Ganz nebenbei deckt man den Plan der Templer auf, nach Westen zu segeln und die Neue Welt zu entdecken. Wir werden an dieser Stelle nicht weiter auf die Hintergrund- geschichte eingehen, denn obwohl die Geschichte ziemlich eigenständig ist, trägt sie doch zum Gesamterlebnis von
Assassin‘s Creed und der Charakterentwicklung von Ezio bei. Wer bereits auf dem Nintendo DS in Kontakt mit dem Spin-Off kam, dürfte sich auch auf dem iPhone schnell heimisch fühlen, da das spielerische Konzept weitestgehend übernommen wurde.

Optisch an den Animus der Konsolen-Vorlage erinnernd, bietet euch das aufgeräumte Hauptmenü die bekannten Möglichkeiten. Ladet ein bestehendes Spiel, startet ein neues Abenteuer, entscheidet euch für die favorisierte Sprache, nehmt in den Optionen verschiedene Änderungen vor oder betrachtet eure Highscores, die ihr in den verschiedenen Kapiteln der Kampagne erzielt habt. Spielerisch weicht
Assassin's Creed 2: Discovery deutlich von den Ablegern für die Xbox 360 sowie die PlayStation 3 ab und rückt in erster Linie Ezios Agilität in den Mittelpunkt. Auch wenn gelegentlich kleinere Stealth-Passagen warten und auch Kämpfe nicht immer zu vermeiden sind, haben wir es hier in erster Linie mit einem recht flotten Plattformer zu tun. Im Prinzip wurde das Spiel auf drei grundsätzliche Missionsarten reduziert. Entweder darf sich Ezio nach eigenen Vorlieben dem Ziel nähern oder er muss möglichst unentdeckt durch Spanien wandern. Eine kleine Besonderheit bietet der Missionstypus „Flucht“. Dieser wird von den Machern zwar Jagd genannt, aber hier wird der Spieler gejagt und nicht umgekehrt. Plattform-Elemente sind dagegen weiterhin vorhanden und zwar deutlich mehr als im ersten Teil. Der Spieler schwingt, rennt und klettert in bester Prince of Persia-Manier von einem Gebäude oder Felsen zum nächsten. Man muss sich nur etwas an die Steuerung gewöhnen, wenn Ezio rennt. Doch sollte man die Spielmechanik einmal verinnerlicht haben, entsteht zumindest bei den freien Missionen und der Flucht ein konstanter Spielfluss.